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Oktober, 2014:
Ausgabe #9 ist erschienen


Der Offene Brief

von unserem Mitarbeiter Eric Peters


Eric Peters
Redaktion Extrablatt
c/o Infoladen Bremen
St. Paulistraße 10/12
28203 Bremen


Sehr geehrte LeserInnen,

ich möchte Ihnen hier erstmals ein Ergebnis meiner Einmischungen in beeinträchtigte Belange anständiger BürgerInnen präsentieren. Leider in diesem Fall kein besonders erfreuliches: Nachdem Kraft Foods nicht auf meinen postalisch zugestellten offenen Brief bezüglich der grauenhaften, den einfachen Mann beleidigenden »Kaffeesorte« »Jacobs Cappuccino Specials Daim« (abgedruckt in Extrablatt #2) antwortete, hakte ich per Email nach. Und siehe da: prompt kam eine Antwort. Auch dies ist ein Zeichen der schlechten neuen Zeiten, in denen wir leben: Ein wichtiges Anliegen wird danach sortiert, mit welchem Medium es versendet wird - modern und schnelllebig bevorzugt. Es gibt in Deutschland so viele Leute, die gar nicht wissen, wie man Emails verschickt! Die haben demnach keine Chance auf anständige Kundenbetreuung mehr, geraten ins Hintertreffen. Das sind Zustände, denen man entgegenwirken muss. Dies ist auch einer der Gründe, warum es mir eine Herzensangelegenheit ist, meine Kommunikation mit den Einrichtungen des Alltags auf gedrucktem Papier öffentlich zugänglich zu machen. Ich möchte meine LeserInnen dazu ermutigen, es mir gleich zu tun und nicht jegliche Ungerechtigkeit auf sich sitzen zu lassen. Fassen Sie sich ein Herz und zeigen Sie Courage, wenn es darauf ankommt! Die Belange des Einzelnen sind die Belange Aller - wenn man entschieden handelt und seine persönliche Kraft in die Waagschale wirft, kann man zum Wohle der Gemeinschaft einiges bewirken.

Die im Folgenden dokumentierte Antwort von Kraft Foods Deutschland auf meinen offenen Brief ist sehr unbefriedigend. Ich wurde nicht richtig verstanden, geschweige denn ernst genommen! Anscheinend, so kann man schnell schlussfolgern, wurde mein Schreiben nichtmals richtig gelesen. Dies sollte uns zu denken geben! Meine ebenfalls abgedruckte Erwiderung der Antwort der Kaffeeverunglimpfer blieb im Übrigen bis heute folgenlos und wurde nicht beantwortet. Da sieht man es mal wieder!

Trotz des nicht von der Hand zu weisenden Frustes, den meine Arbeit zweifelsohne birgt, können Sie sich darauf verlassen, geehrte Leserinnen und Leser, dass ich auch weiterhin den Kampf gegen die Ungerechtigkeiten des täglichen Lebens führen werde - mit aller Konsequenz! Einer muss es ja tun; das Leid ist umgreifend und zieht uns alle - Konsumenten, Bürger, Menschen - in seinen zwielichtigen Bann: Oftmals glänzen Dinge im Laden, doch dann zuhause, nach dem Auspacken, ist man allein und betrogen.

Ihnen ergeben, mit zuversichtlichen Grüßen, Ihr

Eric Peters

 


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